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Kommentare

  • Kai Tischer 22.01.2020 13:43

    An sich ein guter Ansatz. Jedoch stelle ich mir die Frage, ob der Umstieg auf effizientere aber weiterhin elektrisch betriebene Wärmepumpen eine langfristige Lösung sein kann. Durch diese Umrüstung zu einen weiteren eletrischen Betrieb der Wärmepumpen würden nach wie vor CO2-Emissionen entstehen - sowohl im Betrieb als auch bei der Produktion und der Wertstoffkette dieser Wärmepumpen.
    Wäre eine Wärmevorsorgung zumindest in den sonnenreichen Monaten nicht möglicherweise auch über Solarthermie mit machbar? Hier könnte die Energie der Sonne genutzt werden, um (Brauch-)Wasser zu erwärmen.

    • Steffen K 18.03.2020 21:29

      Aber die Produktion von Solarthermie-Anlagen verbraucht doch auch Rohstoffe? Außerdem ist die Wärmeversorgung im Sommer ja nicht das Problem, sondern die im Winter und die lässt sich über Solarthermie nicht decken. Insofern braucht es sowieso neue Heizsysteme, egal ob diese in der Produktion Energie brauchen oder nicht. Was wäre denn die Alternative?
  • ScientistFFM 29.01.2020 21:27

    Infos zur Energieaufteilung in einem Haushalt: http://www.bipw.de/gifs/EnergiequotenImHaushalt.JPG
  • ScientistFFM 29.01.2020 22:01

    Bezug: Was ist die Maßnahme?:
    heutige Luft-Wärmepumpen erzeugen Energieeffizienz im Verhältnis von einer Einheit elektrischer Energie zu vier Einheiten (oder mehr) thermische Energie. Eine Wärmepumpe kann zudem im Sommer zum Kühlen benutzt werden. Mit Photovoltaik geschieht dies überwiegend ohne nennenswerten CO2-Netzbezug und kostenfrei.
    Durch die intelligente Steuerung, Wärmepufferschichtspeicher und anteiligen Eintrag über Photovoltaik, verringern sich die CO2-lastigen Fremdenergiebezüge aus dem Stromnetz erheblich. Diese Technik ermöglicht es, dass nur noch Bruchteile vom bisherigen Energieeinsatz durch stark reduzierte Taktungsfrequenzen anfallen. Generell sind die Nennleistungen der Wärmepumpen stark gesunken, oft finden sich halbierte Strombezugsmengen.

    Denn die Aufwärmtaktung der Wärmespeicher verzögert sich. Dadurch „springt“ die Wärmepumpe immer seltener an. Genau dieses Anspringen wird von der Steuerung überwacht. Denn vorhandene Stromspeichereinheiten werden für die kurze Taktung vor dem Netzbezug angegangen.
    Wichtig: ersetzt die Wärmepumpe eine Öl/oder Gasheizung, wird sofort nach der Installation kein Gramm CO2 mehr ausgestoßen. Im Einsatz mit erneuerbaren Ökostromsystemen (müssen nicht zwingend am/im gleichen Haus sein), abgestimmte Speichereinheiten und intelligenter Steuerung sinkt auch der Hausstrom erheblich. Letztlich verbleibt für die Heizung nur noch der zusätzliche Wärmepumpen-Reststrom, der real noch aus dem Stromnetz bezogen wird.
    Hinweis: Praxisfälle und Beispiele aus Energiefachbücher und Energieberatersoftware stelle ich gerne zur Verfügung.

  • Steffen K 18.03.2020 21:16

    note
    gerne wer hat Zahlen und Quellen einfügen


    Rund 70% der Energie im Bereich "Wohnen" wird durch Heizung beansprucht. (Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/themen/richtig-heizen) 28% des gesamten Energiebedarfs Deutschlands wird für Raumwärme und 5% für Warmwasser verbraucht (Quelle: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Downloads/Energiedaten/energiedaten-gesamt-pdf-grafiken.pdf?__blob=publicationFile&v=38)

  • Steffen K 18.03.2020 21:26

    note
    Die dafür aktuell genutzten Öl und Gasheizungen haben z.B. im Vergleich zu modernen Gas/Öl-Kraftwerken einen schlechen Wirkungsgrad


    Alte Heizungen sind ineffizienter als neue, aber der Punkt ist doch hier, dass Öl-und Gas-Heizungen (auch neue) sehr viel ineffizienter sind als Wärmepumpen.

  • Steffen K 18.03.2020 21:26

    note
    Öl


    Kohle? Öl-Verstromung gibt es quasi nicht

  • Steffen K 18.03.2020 22:13

    Als Gerechtigkeitsfrage kann hier vielleicht die Anschaffung der Heizungen angesprochen werden. Zur Zeit ist es deutlich günstiger Öl oder Gas-Heizungen zu kaufen als Wärmepumpen. Diese sind zudem eigentlich nur in gut gedämmten Häusern einsetzbar. Dadurch ergibt sich also für ärmere Hausbesitzer ein Finanzierungsproblem. bei niedrigen CO2-Preisen wird die neue Heizung zudem nicht über die eingesparten Energiekosten wieder reingeholt. Hier muss es also staatliche Unterstützung geben oder andere Maßnahmen, damit nicht nur die Reichen ihre Heizungen erneuern.
  • Steffen K 18.03.2020 22:15

    Aus meiner Sicht ist die Maßnahme "Wärmepumpen" nicht dem Punkt "Energiedemokratie" zugehörig. Denn erstens wurde Energie am Anfang ja definiert als Strom und nicht als Wärme und außerdem tragen Wärmepumpen per se erstmal nicht zu Gerechtigkeit bei.

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