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Kommentare

  • ScientistFFM 31.01.2020 12:50

    Wichtigste Maßnahmen zur Steigerung der Sanierungsquote im Bestand

    CO2-reduzierende neue Förderungssysteme auf Basis der CO2-Einsparquote pro Gebäude einführen

    Hintergrund:
    Die jetzigen Fördersysteme bauen auf klassische energetische Sanierungsmaßnahmen auf. Sie zielen auf Vermeidung von Wärmeverlusten ab.
    Dadurch wird die Zeit bis zum Wärmeaustritt aus dem Wohnraum/Haus verzögert. Der Heizkessel springt entsprechend weniger an.
    Dies bedeutet aber, dass die Klimaschutzmaßnahme nur fossile Brennstoffe reduziert und nicht als energetische Sanierung mit Klimaschutzrelevanz angesehen werden kann.
    Alle aktuellen Fördermaßnahmensind auf CO2-erzeugende Brennstoffe aufgebaut.
    Die bisherigen Fördergrundlagen, wie der aktuelle Energiezielwert kWh/m2 im Jahr für energetische Förderungen im Gebäudebestand, hat seit Jahren keine Steigerung der Sanierungsquote im Gebäudebestand erreicht. Im Gegenteil.
    Denn die energetische Sanierung im Gebäudebestand liegt aktuell unter 1 %. Wir benötigen aber mindestens 6 % pro Jahr.
    Dazu kommt noch, dass durch die nicht mehr empfehlenswerten klassischen Einsparmaßnahmen im Durchschnitt weniger als 30 % Öl/Erdgas erzielen, obwohl erneuerbare Techniken, besonders Kombitechniken mit Photovoltaik/Solarwärme, längst einsatzbereit und wirtschaftlich vertretbar sind.
    Pro Gebäude werden mit Kombianlagen Photovoltaik/Stromspeicher und erneuerbare Heizung/Wärmespeicher inkl. Steuerung mindestens 70 % CO2-Einsparquoten erreicht. Im Heizungsbereich erreichen die Anlagen SOFORT nach der Installation 100% CO2-frei.
    Steuerliche Anreize werden sicher kaum die notwendigen 6 % Steigerungsquote erreichen, wobei es meist ´nur zu Mitnahmeeffekte kommt, die nicht klimaschutzwirksam sind.

    NUR SO SIND DIE KLIMAZIELE IM GEBÄUDEBEREICH ERREICHBAR!

    Konsequenz: der alte Leitwert muss abgelöst werden.

    Idealerweise mit einem Umstieg zu Förderungen, die an eine CO2-Einsparquote pro Gebäude zwingend gebunden sind.

    Positiv hierbei ist:

    Bei entsprechend niedrigen Mindestvolumen (beispielsweise >60 % CO2-Einsparquote pro Gebäude) rechnen sich Ölheizungen und Erdgasheizungen nicht mehr. Sie brauchen noch nicht einmal verboten werden.

    Mit Kombianlagen können auch E-Fahrzeugen mit Sonnenenergie aufgeladen werden. Auch hier bringt eine Umstellung auf CO2-Förderung viel, beispielsweise die Rücklademöglichkeit von den Autobatterien in das Stromnetz.
    Fördergelder für E-Fahrzeuge (Neukauf, Betrieb) sind nur auszahlbar, wenn beispielsweise der Ladestrom CO2-frei erzeugt wurde. Bei Ökostromanbieter (100%) und der eigenen Haus-Photovoltaikanlage ist dies der Fall.
    Damit werden auch gleichzeitig Schmutzstromer mit Kohle und Atom aus dem Markt gedrängt.

    In Bezug auf Förderungssysteme müssen vorwiegend ökologisch sinnvolle, wirtschaftlich vertretbare und technisch einsetzbare Baustoffe und Techniken berücksichtigt werden.

  • Steffen K 19.03.2020 13:32

    Es gibt bereits sehr viele Förderprogramme. Ein Grund warum trotzdem zu wenig saniert wird, ist das sogenannte "Mieter-Vermieter-Dilemma". Das heißt Vermieter*innen zahlen für Sanierungen, Mieter*innen sparen (in der Theorie) Energiekosten. Dadurch haben Vermieter*innen kein Interesse an energetischen Sanierungen. Sie können zwar Sanierungskosten umlegen, aber dafür ist kein Kritierium, ob die Sanierung klimaschutztechnisch Sinn macht. In der Praxis sieht es deshalb so aus: Vermieter*innen sanieren gar nicht oder sie sanieren, aber es bringt nichts fürs Klima. Mieter*innen müssen bei Sanierungen mehr Miete zahlen, sparen aber keine Energiekosten, weil die Energiekosten zurzeit noch zu niedrig sind. -> Alle verlieren. Ein Lösungsvorschlag für dieses Problem kommt von ifeu (Siehe https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/energiewende/energiewende_sozialer_klimaschutz_mietwohnungen.pdf). Das sogenannte Drittelmodell teilt Kosten und Nutzen der energetischen Sanierungen zwischen Staat,Vermieter*innen und Mieter*innen auf.

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