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Kommentare

  • dg 14.11.2019 11:03

    habe die Seite umbenannt, passt das so? an den Stellen wo diese Seite per Hand verlinkt wurde, müssen wir das dann noch anpassen.
  • dg 14.11.2019 11:04

    Außerdem bietet es sich vielleicht an, hier den Text Kritik am Namen zu verlinken?
  • Katja J. 05.12.2019 19:48

    Ich finde, dass Thema Gerechtigkeit ist ein übergreifendes Thema.
    a) Gibt es schon einen Versuch einer Sammelklage, die Regierung zu verklagen, den Schutz der natürlichen Lebensräume in Verantwortung für zukünftige Generationen, Artikel 20a des Grundgesetzes, missachtet zu haben?
    b) Gibt es einen Bezug zu indigenen Gruppen, die ihre Lebensräume verlieren aufgrund des Konsumverhaltens der kapitalistischen Industriestaaten?
    Gibt es einen Juristen unter euch?

    • friede 12.01.2020 11:54

      Liebe Katja,

      1. a) nee, da wissen wir nix von, hört sich aber nach einer interessanten Idee an. Wohl aber nicht für uns.
      2. b) Ja, es gibt da ganz gute Kontakte (aber die haben natürlich auch anderes zu tun, als unsere weiße deutschlandzentrierte Gruppierung mit Infos zu füttern...)

      LG, friede

  • friede 05.02.2020 21:02

    Kommentar von Michael Zander:

    1. Vermisst (oder übersehen) habe ich Klimagerechtigkeit im engeren Sinne, mit Blick auf historische Emmissionen, Industrialisierung etc. Wie setzt man ins Verhältnis individuelle, nationale und historische Emmissionen; ferner Gerechtigkeit in Handelsbeziehungen & Zurechnung von Emmissionen. Unterschieden werden sollte auch zwischen Gerechtigkeit innerhalb eines Landes und zwischen Ländern. Mit Hartz 4 stünde man global gut da, in D. aber nicht. 

    2. Generell denke ich, man sollte auf "linke Fachbegriffe" verzichten und sie in Alltagssprache übersetzen, damit auch Leute wie meine Nachbarn oder meine Mutter und mein Bruder verstehen würden, worum es geht. Übersetzen würde ich u.a. Intersektionalität, Whiteness, Konstrukt etc. (nebenbei: auch ich verstehe nie genau, was jeweils mit "Konstrukt" gemeint ist; mich scheint aber, dass Kapitalismus kein Konstrukt ist, jedenfalls nicht im gleichen Sinne wie z.B. "Rasse", was ein wirkmächtiges, aber unsinniges Konstrukt ist). Bei der gemeinverständlichen Übersetzung solcher "Fachbegriffe" wird oft deutlich, dass Leute jeweils Unterschiedliches darunter verstehen.

    3. Den Punkt "Generationengerechtigkeit"... (s. dort)

    4. Ich halte es für einen strategischen Fehler, im Plan die Abschaffung von Kapitalismus zu fordern, auch wenn in der Analyse vorkommen sollte, dass Kapitalismus ein Problem ist. Ein Ende des Kapitalismus, auch wenn wir uns das wünschen und für sinnvoll halten, werden wir in den nächsten 20 Jahren nicht erleben, bis dahin braucht es aber bekanntlich erhebliche Treibhausgas-Reduktionen. Die Priorität für Klimaschutz muss überall klar sein. Die Aufarbeitung deutscher Völkermorde ist dringend notwendig, aber ich verstehe nicht, warum das in einem Klimaplan steht. Gleiches gilt für "Whiteness", hier sind zudem die Forderungen unklar, und angesichts der Debatten, die es darüber in der Linken gegeben hat, würde ich das eher weglassen oder durch Antirassismus ersetzen.

    5. Eines der Probleme beim Intersektionalitätsdiskurs ist ja oft, dass man sich zur "Vollständigkeit" veranlasst fühlt. Das ist aber einerseits aussichtslos, andererseits macht der Versuch Texte eher unleserlich. Deswegen schiene es mir besser, Maßnahmen zu entwickeln, von denen möglichst viele unterschiedliche Leute etwas haben ("inklusiv", sozusagen).

    6. Zum Punkt Behinderung ... ich sehe folgende Ebenen: a) Die Belange und Bedarfe behinderter Flüchtlinge werden i.d.R. ignoriert (D. wurde deswegen schon von der EU gerügt). Das würde z.B. bedeuten: Barrierefreie Unterkünfte, Zugang zu Hilfsmitteln und Medikamenten, auf der Flucht Zugang zu Hilfslieferungen etc. b) Bei Hitzewellen sterben chronisch kranke Menschen zuerst (z.B. mit Atemwegserkrankungen); d.h. Hitzwellen müssen verhindert werden, außerdem brauchen Betroffene Kühlungsmöglichkeiten (wobei natürlich Klimaanlagen wiederum Teil des Problems sind). c) Es gibt ernsthafte Defizite beim Hochwasser- und Katastrophenschutz, der barrierefreier/ bedarfsgerechter gestaltet werden muss.

  • Regimekritiker_Dracula 15.02.2020 17:26

    Hallo,
    Dem Kapitel "globale Gerechtigkeit und Intersektionalität" sollte ein eigener Punkt zu Krieg und Geopolitik zugeordnet werden. Die folgenden Sätze meines Kommentars habe ich u. a. dem von Jens Wernicke und Dirk Pohlmann herausgegebenen Buch "Die Öko-Katastrophe" entnommen:
    Die derzeitige geopolitische Hochrüstung bringt uns nicht nur an den Rand eines Atomkrieges, sondern ist auch eines der größten Klimaschädlinge. Wäre das Pentagon ein Land, würde ihn allein sein Kraftstoffverbrauch zum 47. größten Treibhausgasemittenten der Welt machen, größer als ganze Staaten wie Schweden, Norwegen oder Finnland.
    „Offiziell werden auf den weltweit 700-1.000 Militärbasen der USA täglich 320.000 Barrel Öl verbraucht, hauptsächlich verursacht durch die sich ständig im Einsatz befindlichen 285 Kampf- und Versorgungsschiffe der US-Navy. Ebenso rund 4.000 Kampfflugzeuge, 28.000 gepanzerte Fahrzeuge, 140.000 sonstige Fahrzeuge, über 4.000 Hubschrauber, mehrere Hundert Transportflugzeuge und 187.493 Transportfahrzeuge (alle Zahlen aus 2012). Zudem werden ausgemusterte Schiffe samt hochgiftiger Ladung zumeist nicht fachgerecht abgebaut und entsorgt, sondern auf hoher See einfach mit Torpedos und Raketen bombardiert und versenkt. Mindestens 109 Mal soll dies zwischen 1999 und 2012 so praktiziert worden sein. Nur 64 Schiffe wurden im selben Zeitraum verschrottet und recycelt“ (Markus Gelau 2018). Daneben werden zahlreiche Kriege geführt, meist um den "Treibhausgasprecursor" Öl. Wir könnten das derzeitige Budget des Pentagons halbieren und hätten immer noch ein größeres Militärbudget als China, Russland, Iran und Nordkorea zusammen. Die Einsparungen von 350 Milliarden US-Dollar könnten dann in einen „Green New Deal“ fließen.
    Allerdings werden die ökonomischen Zentren der Macht bei einer kommenden Klimakrise in jedem Fall ein breites Spektrum von Techniken eines Angstmanagements nutzen, um ihre Interessen zu verteidigen. Während uns die PR-Agenten der Reichen und Mächtigen einzureden versuchen, eine globale Erwärmung gäbe es nicht, bereiten die weltweiten Militärs bereits Umwelt-Kriege vor.

    Da reduzieren selbst vegane Soldaten kaum die CO2-Bilanz. Aber auch die Treibhausgasemission der geheimdienstlichen Abhörtechnik steht in keinem Verhältnis zu unserem privaten Internetzkonsum, die Menschenrechtssituation mal ausgeklammert. Deshalb ist die Friedensbewegung neben den schon genannten Sozialbewegungen in die Klimabewegung zu integrieren. Der Untertitel, "Den Planeten zu retten, heißt die herrschenden Eliten zu stürzen", umreißt den Ausweg, der uns noch bleibt. Das "Wie" sollte aber unblutig ablaufen. Da ich mich für dieses Kapitel nicht für kompetent halte, schlage ich vor, die Autoren der "Öko-Katastrophe" mit in die Erarbeitung des Klimaplans von unten einzubeziehen. Trotz ihrer Professionalität kommen sie von unten aus der Opposition, sind also Regimekritiker.

    Wernicke, J.; Pohlmann, D. (Hg.) (2019): Die Öko-Katastrophe. Den Planeten zu retten, heißt die herrschenden Eliten zu stürzen. Rubikon, 1. Aufl.
    darin:
    Markus Gelau (2018): US-Militär: Der größte Umweltverschmutzer der Welt. In: https://www.greenfinder.de/news/show/us-militaer-der-groesste-umweltverschmutzer-der-welt/, 14. Oktober 2018.

  • Jolene 22.02.2020 12:54

    Folgende Maßnahmen könnten wir ergänzen:
    -Verankerung der Menschenrechte in internationale Klimapolitik
    -Stärkung der Agrarökologie und den Rechte von Menschen die auf dem Land leben und arbeiten (Forderung von La Via Campesina)

  • Sukhathi 17.03.2020 19:25

    Hey,
    zu Intersektionalität würde ich die Palm- und Kokosölindustrie und den Gebrauch dieser Öle in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie mitaufnehmen. Es besteht keine Notwendigkeit, diese Öle auf dem globalen Markt in Lebensmittel und Kosmetikprodukte zu nutzen. Die letzten 40 Jahre wurden dazu reginal wachsende Rohstoffe genutzt.
    Palmöl- und Kokosnussplantagen sind Hauptursache für die Abholzung des Indonesischen, Malayischen und mittlerweile auch Thailändischen Regenwalds. Die damit einhergehende Ausrottung von Lebwesen hat 2016 in Malaysia zu einer Seuche geführt, weil in Indonesien einheimische Fledermäuse auf Grund des Verlust ihres Lebensraums nach Malaysia ausgeflogen sind. Dort haben Sie die Schweine der Bauern infiziert und somit eine Epidemie auf dem ländlichen Gebiet in Malaysia ausgelößt. (Es gibt übrigens klare Indizienz, dass der Covid-19 Virus ebenfalls auf die Zerstörung des chinesischen Ökosystems zurückzuführen ist).
    Außerdem vursacht der Palmölhype, dass Bauern aus armen Regionen, mit wenig bis gar keinem Zugang zu Bildung in Palmöl das schnelle Geld sehen und ihre Ländereien voll mit Ölpalmen stellen. Die Krux dabei ist, dass die Bauern sich keine Samen der genmanipulierten Ölpalmen leisten können, somit einen sehr sehr geringen Ertrag mit -im Vergleich - minderwertigen Ölen haben. Folge ist: Die Bauern verschulden sich enorm, pflanzen Monokulturen, die die Böden auslaugen und fördern die Abholzung des Regenwalds.

    Fazit: Der intensive Gebrauch von Palm- und Kokosöl hat negative Folgen für Kleinbauern und fördert die Ansammlung von Treibhausgasen auf vielfältige Weise.

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