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Kommentare

  • ScientistFFM 31.01.2020 03:55

    Städte, Kommunen, Gemeinden und Landkreise können direkt die dezentrale Energiewende unterstützen durch:

    1) Klimanotstand ausrufen und einen Rahmenplan/Klimanotfallplan für die Umsetzung der Klimaschutzziele aufstellen, ggf. werden Klimaschutzziele neu definiert und beschlossen.

    2) Eine Stabsstelle Klimaschutz einrichten, der direkt unter dem Bürgermeister / Umweltdezernat organisatorisch angesiedelt wird.

    3) Klimaschutzmaßnahmen beschließen:

    a) Kaltluftschneisen großzügig ausbauen.

    b) Wiesen / Äcker am Stadtrand nicht bebauen.

    c) Brachflächen begrünen, idealerweise mit Agro-PV überbauen.

    d) Bestehende Klimaschutzpläne auf neue Technik und Pariser 1,5-Grad Ziel aktualisieren.

    e) Neue Projektfinanzierungen wie Crowdfunding, Contracting und Energiegenossenschaften - einführen - erweitern - umsetzen. Förderprogramme für Beteiligungen an Bürgerenergieprojekte auflegen.

    f) Neue Förderprogramme energetische Sanierungen im gesamten Gebäudebestand. Basis: CO2-Einsparung pro Gebäude. Die CO2-Einsparungsschwelle für Fördergeldauszahlung muss so hoch liegen, dass fossile Brennstoffe und Dämmungsmaßnahmen mit umstrittenen Dämmmaterialien nicht gefördert werden. Ökologische Baustoffe wie beispielsweise Wärmedämmputz erhalten Sonderförderungen.

    g) Photovoltaikförderprogramm auflegen für alle Dächer/Fassaden. Balkon / Fassaden-kraftwerke werden gefördert

    h) die organisatorische Abteilung "Denkmalschutz" wird dem Klimaschutz untergeordnet. Anträge von Immobilienbesitzer/innen auf erneuerbare Energieprojekte werden von der Klimaschutzabteilung endgültig entschieden. Denn der Denkmalschutz darf nicht den Klimaschutz ausbremsen, wenn die berechtigten Anforderungen von Denkmalschutzvorgaben erfüllt werden. So werden schon Dachziegel/Schindel mit integrierter Photovoltaik (in allen Farben, teilweise mit Moossimulation) verbaut, die absolut nicht als Photovoltaik erkennbar sind.

    i) Kommunale Energiewendeberatung erweitern, idealerweise mit einem kommunalen /
    / gemeinnützigem Energiewendezentrum (EWZ).

    Dieses EWZ dient als Anlaufstelle für alle Einwohner, Gewerbe, Vereine/Verbände, soziale und religiöse Einrichtungen/Liegenschaften.
    Mit Vorträgen, Informationstafeln, Energiewendeberatungen (auch vor Ort für Immobilienbesitzer/innen), fachliche Unterstützung der kommunalen Verwaltung (Beispiel Förderanträge stellen) sowie durch einen Ausbildungsbereich für Energieberater, kommunale Mitarbeiter, Handwerker und Verbände/Initiativen stellt die Kommune das Informationsbedürfnis der Bewohner/Gewerbe/Handwerk nach relevanten Klimaschutzinformationen sicher.
    Innerhalb eines EWZs zeigt eine Dauer-Ausstellung den Stand vorhandener und eingesetzter Energiewendetechnik, Dienstleistungen und zusätzliche Finanzierungsoptionen.
    Weiterhin wird es Weiterbildung, Aktionstage und Workshops rund um erneuerbare Energien für alle Interessierten geben.

    j) Nachtspeicheröfen sofort verbieten. Ersatz durch Infrarotheizungen fördern, die mindestens 50% weniger verbrauchen, als die bisherigen kW-Nennleistung der Nachtspeicheröfen (bei gleicher Wärmeleistung).

    k) Für bestehende Heizkraft- und Kohlekraftwerke Umrüstungsplan auf Erneuerbare Energien aufstellen, inklusive Teilpläne, Meilensteine, Bürgerbeteiligungen

    l) Neubausiedlungen grundsätzlich als autoarme Ökosiedlung planen und umsetzen. Hierbei auf Beton als Baustoff verzichten.

    m) Klimaschutzbeirat (runder Tisch) mit Kompetenzen einrichten – mit Abstimmungsrechten für Verbände / Klimaschutzorganisationen / Jugendliche im Parlament

    n) Vorhandene Schiffsanleger mit erneuerbare Energieversorgung ausbauen. Dann vorschreiben erneuerbaren Landstrom zu nutzen. Ein Energieschiff mit Fließwasserturbine, Photovoltaik und vertikalen Kleinwindanlagen kann im Auftrag der Kommune/lokalen Energieversorger einen Teil der Bordenergie direkt vor Ort herstellen.

    o) Dieselbetrieb am Kai werden verboten.

    p) Flugplätze erhalten Auflagen:

    - Betriebsstrom wird durch vertikale Kleinwindanlagen und blendfreie Photovoltaik auf den Bereichen neben den Lande- und Startbahnen teilweise selbst erzeugt.

    - Fahrzeuge fahren mit Elektrostrom und/oder Brennstoffzellentechnik. Der Einsatz von Induktionstechnik ist empfehlenswert.

    - Fluggesellschaften erhalten Ermäßigungen der Start- und Landegebühren, wenn diese im Flugzeug Hybridantrieb für das Bugrad haben und / oder leise Triebwerke einsetzen.

    q) Öffentliche / kommunale Parlamente auffordern, Beteiligungen an Unternehmen in der Kohlenstoffbranche zu verkaufen.

    r) Kommunen beschließen für sich und teilweise öffentlichen Gremien / Betriebe / Institutionen keine neuen Beteiligungen mehr einzugehen (Deinvestment).

    • damian 03.02.2020 15:41

      Viele der genannten Punkte zählen m.E. in andere Bereiche und sind oft auch schon (als Entwurf jedenfalls) angelegt. Interessant finde ich aber Punkt i). Das würde für mich als Maßnahme in den Teilbereich demokratisierung der Energieökonomie gehören.
      • ScientistFFM 09.02.2020 11:16

        Es gibt ein großes Netzwerk bei Whatsupp, die kommunale Klimaschutzmaßnahmen analysieren und als Empfehlung für andere, beispielsweise Klimaschutzbeauftragte, zur Verfügung stellen. Daher auch der Überbegriff "Kommunale Klimaschutzmaßnahmen".
      • ScientistFFM 12.02.2020 10:09

        Habe dafür einen eigenen Unterpunkt geschrieben

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