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Abschaffung des Bruttoinlandprodukts als Indikator für wirtschaftlichen Fortschritt

Was ist das Problem?

Das → Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat sich, obwohl es ursprünglich nicht als solcher vorgesehen war, als primärer Indikator für den Wohlstand eines Staates etabliert. Trotz seiner seit langem bekannten Schwächen wie das positive Verbuchen von ökologischen Schäden, die fehlende Berücksichtigung externalisierter Kosten und Schäden sowie unbezahlter → Care-Arbeit und Produktionsformen jenseits des Marktes, ist es immer noch die wichtigste Messlatte für politischen Erfolg.


Was ist die Maßnahme?

Wirtschaftliches Wachstum als Staatsziel ist durch Nachhaltigkeitsziele, die sich an dem Konzept der Umweltgerechtigkeit orientieren, zu ersetzen. Alternative Wohlstandsindikatoren sollen das BIP als Richtschnur für die Politik ablösen. Diese alternativen Indikatoren (z.B. Nationaler  Wohlfahrtsindex - NWI) sind regelmäßig auf regionaler und nationaler Ebene zu berechnen und bei der Planung und Umsetzung von Gesetzen zu berücksichtigen. Allerdings ändern neue Indikatoren allein noch nicht automatisch die Prioritäten der Politik, da diese von Interessenvertretungen und Mächteverhältnissen beeinflusst werden. Auch gilt es zu bedenken, dass eine ökonomische Inwertsetzung von Natur in Form von „Naturkapital“ nicht unbedingt zu mehr Wertschätzung und Schutz von → Ökosystemen führt. Daher ist zu empfehlen, darüber hinaus Methoden der Wertschätzung und Wohlstandserfassung jenseits von Geldwerten zu erarbeiten und einzuführen.
Eine Debatte über die Form von Wohlstand und Lebensqualität muss angestoßen werden, wobei im Mittelpunkt stehen sollte, was gemessen werden soll, und nicht wie.


Wie wird damit dem Klimawandel entgegengewirkt bzw. wie werden damit ökonomische Rahmenbedingungen geschaffen, die wirksame Klimaschutzmaßnahmen unterstützen?

Die Maßnahme sorgt mit dafür, dass der Bereich der Produktion vom Wachstumszwang befreit wird, wodurch Emissionsreduktionen erleichtert werden.


Weiterführende Literatur, Quellen



Stand der Übersetzung

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