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Dezentrale Energiewende

Das hier ist als Vorschlag zu verstehen, aus welchen Abschnitten ein Maßnahmentext bestehen kann. Es ist unwahrscheinlich, dass es für eine einzelne Maßnahme sinnvoll ist, sämtliche Überschriften abzuarbeiten. Alles was für die jeweilige Maßnahme nicht benötigt wird, sollte dann der Übersicht wegen einfach gelöscht werden. Dazu, wie das Muster in einen Maßnahmentext übernommen wird, siehe Eine Maßnahme neu erstellen (Punkt 5).


Was ist das Problem?

Das bisherige zentralistische System von Großkraftwerken, flächendeckende Stromnetze ohne relevante Speicherkapazitäten, totale Abhängigkeit der Konsumenten/Endenergieverbraucher sowie die Einbahnstraßen von Energielieferung an die Endenergieverbraucher/innen hat ausgedient.Das bisherige zentralistische Energiesystem setzt auf komplette Abhängigkeit der Energielieferungen (Strom, Wärme, fossile Brennstoffe für Mobilität/Verkehr). → Energiewende bedeutet, von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien umzusteigen, um so schnell wie möglich soviel CO2 einzusparen, wie möglich.Die Bundesregierung bremst Windkraft und Photovoltaik durch unsinnige und energiewirtschaftlich nicht nachvollziehbare Auflagen komplett aus, so dass es bei der Windkraft zu einem negativen Ausbaustand kommen könnte.Nicht nur die Produktion von erneuerbaren Energien sondern auch fehlende Speicherkapazitäten und Energietransporte über Strom- und Gasleitungen verursacht Schwierigkeiten, da die Voraussetzungen für Windparks, Fläche etc. selten am selben Ort liegt wie der Bedarf. Angebot und Nachfrage sind in einer Energiezelle Deutschland ohne Speicher nicht ausgeglichen, da ausreichende Speicher fehlen.Mehr als 70.000 Arbeitsplätze sind in der erneuerbaren Energiebranche verloren gegangen. Nicht zukunftsfähige Arbeitsplätze in der Braunkohle werden dagegen künstlich am Leben erhalten. Den Großkonzerne im Braunkohletagebau wirft die Bundesregierung Milliarden Euro hinterher, ohne dass dort marktpolitische Auswirkungen zu erwarten sind.Das zentralistische System mit den Einbahnstraßen Erzeugung>Lieferung>Rechnungsstellung kann nicht überleben, da die wissenschaftlich gesicherten Leitplanken für den Umstieg auf erneuerbare Energien klar und unmissverständlich sind. Eine kurze Problembeschreibung. Sofern das Problem offensichtlich ist (z.B. die CO2 -Emissionen aus Kohleverstromung), sollte dieser Abschnitt weggelassen werden. Die Klimaschädlichkeit z.B. der Entwässerung von Moorböden hingegen bedarf vielleicht einer kurzen Erklärung.


Was ist die Maßnahme?

Organisatorische und strukturelle Maßnahmen / neue PotentialeEine über die Sektoren Strom, Wärme, Mobilität und Landwirtschaft übergreifende Sektorenkopplung mit erneuerbaren Kombinationsanlagen sind die Säulen einer dezentralen Energieversorgung (→ dezentral). In einer räumlich begrenzten Energiezelle organisieren EinwohnerInnen, Gewerbe / Handel / Kommunen / Energieversorger ihr eigenes Energiekonzept, dass nach dem Grundsatz: Angebot=Nachfrage aufgebaut ist. Die zentrale erneuerbare Energiezelle kann eine Wasserstofffabrik mit angepassten/mobilen Speichereinheiten für Strom und Wärme sein. Inzwischen existieren zahlreiche Methoden Wasserstoff herzustellen, die in kurzer Zeit auch die Wirtschaftlichkeitsgrenze erreichen wird. Es entseht ein Energetisches Gleichgewicht. Hiervon profitieren alle Beteiligten, außer den alten zentralistischen Konzernen und beratungsresistenten Politikern.

  • Gebäude-Nordseiten für Photovoltaik mit entsprechender Technik belegen
  • Dächer nutzen, die aufgrund von Statikproblemen oder leichter Verschattung bisher nicht mit Modulen versorgt werden konnten
  • Balkon/Fassaden-Photovoltaik
  • Gebäude im Denkmalschutz
  • Photovoltaik auf ehemaligen Industrie- und Mülldeponieflächen
  • Photovoltaik auf jeder einzelnen Bahnschwelle in jedem Eisenbahngleis
  • Photovoltaik / Kleinwindkraft an den Seitenrändern jeder Bahnlinie und jeder Autobahn/Kraftfahrstraße Kleinwindanlagen aufstellen (vertikal oder horizontal), besonders in → Senken und beim Brücken-Trichtereffekt
  • auf Wohn- und Nichtwohngebäuden Kleinwindanlagen installieren
  • Photovoltaik / Kleinwindanlagen auf Seen und anderen sonst nicht nutzbaren Flächen
  • auf Flüssen mit Schiffen - dort installiert a) Photovoltaik, b) Kleinwindkraft und eine c) Fließwasserturbine
  • auf (überbauten) Ackerflächen (Agro-PV)
  • Flächen, die bisher wegen Blendschutz nicht in Betracht kamen (Flughafenumfeld)
  • an Lärmschutzwänden
  • an Berghängen
  • Straßenbeläge mit integrierter Photovoltaik
  • Geothermie, tiefer als 100 Meter (heißer Dampf über Dampfturbine)
  • Rückverstromung von Wasserstoff/Methan, beispielsweise Biomethan (Wirkungsdgraddiskussion erledigt sich bei 100 % Erneuerbare Energien, denn entscheidend ist der Nutzungsgrad)
  • Biogas, vorwiegend zu Speicherzwecken, u.a. zur Rückverstromung von Wasserstoff/(Bio)-Methan

Politische Maßnahmen:

  1. CO2-Steuer / Emissionshandels-Zertifikate ankaufen mit anschließender Löschung der Zertifikate und Strafen bei Nichteinhaltung
  2. CO2-Steuer / Abgaben auf fossile Brennstoffe beim Heizen und in der Mobilität ausweiten
  3. Ein mit den Pariser Klimaschutzabkommen vereinbartes Klimaschutzgesetz und Teilbereiche wie das Kohleausstiegsgesetz oder das Gebäudeenergiegesetz am Pariser Klimaschutzvereinbarung ausrichten und nachschärfen
  4. Regionale Strombörseneinrichten / privater Verkauf erneuerbarer Energien fördern
  5. Bessere Einflussmöglichkeiten von Bürger/innen. Durch direkte Demokratie, beispielsweise über eine mit mehr Rechten ausgestattete Petitionsregelung oder Bürgerräte mit Anhörungsrecht in parlamentarischen Ausschüssen, wird vermieden, dass 1,4 Millionen Menschen auf den Straßen protestieren und die Bundesregierung genau die gegenteiligen Forderungen der Protestierenden umsetzt
  6. EEG entkoppeln von der Strompreisbörse
  7. EEG-Finanzierung weg von den Stromrechnungen der EndenergienutzerInnen. Der Staat muss die Finanzierung übernehmen
  8. EEG-Umlage gerechter gestalten. Unternehmens-Befreiung streichen, wenn nicht notwendig. Repowering bei Windanlagen ermöglichen und nach EEG-Ende einen wirtschaftlich sinnvollen Weiterbetrieb von Windkraft und Solaranlagen ermöglichen
  9. EEG-Umlage gerechter gestalten. Befreiung für Privathaushalte erweitern, auch weniger Stromsteuer / EEG-Befreiungen für Unternehmen erheblich kürzen
  10. EEG-Belastung („Sonnensteuer“) für EEG-Anlagen SOFORT abschaffen
  11. Netzentgelte müssen veröffentlicht werden, deren Preise müssen an den tatsächlichen Wartungs- und Ausbaukosten angepasst werden
  12. Bundesländer, Landkreise und Kommunen mit eigenen Förderkampagnen durch Rahmengesetze, Geld und Administration unterstützen
  13. Crowdfunding, Contracting und Bürgerenergiegemeinschaften fördern. Rechtliche Blockaden wie Ausschreibungsmodelle aufheben
  14. Blockaden durch Doppelbelastung für Speichersysteme SOFORT aufheben
  15. Repowering bestehender Windkraftanlagen erlauben und fördern. Weiterbetrieb für PV/Windkraftanlagen sicherstellen/fördern, die aus dem EEG wg. Ablauf vom 20 Jahre Förderzeitraum nicht mehr nach dem EEG unterstützt werden. Bei der Windkraft drohen Abbau wg. Unwirtschaftlichkeit, was sich fatal auf die notwendigen Ausbauzahlen auswirkt. Diese könnten sogar negativ werden, also Rückbau
  16. Neue Geschäftsmodelle für lokale Energieversorger unterstützen – Energieberatung, Wartung / Steuerung / Co-Finanzierung von Erneuerbaren Energieanlagen, inklusive Speicher
  17. Gebäudebestand: für Strom und Wärme gemeinsame Förderungen einrichten. Basis: CO2-Gesamteinsparquoten von Strom und Wärme
  18. Energieberatungssystem umstrukturieren > bisher erfolglosen Gebäudeförderungs-Zielkennwert: kWh/m2 im Jahr durch ein CO2- System ersetzen
  19. Marktanreizprogram für Wasserstoffanlagen sowie Strom- und Wärmespeicher auflegen
  20. Förderprogramm Feststoffspeicher (Wärme) an Land starten
  21. Förderprogramm Speichersysteme Wasserkugel mit Tiefseespeicher starten
  22. Förderprogramm Druckluftspeicher starten
  23. Errichtung von Klimafonds für zusätzliche Förderprogramme
  24. Stromprivatverkauf an Dritte erlauben und fördern
  25. Kein Gasterminal für Fracking-Gas und Nordstream 2 bauen
  26. Biogasanlagen – neue Zielwerte: Gasspeicherung vor Stromerzeugung / Wärmeverwendung sichern
  27. Energiegenossenschaften / Bürgerenergiegesellschaften stärken
  28. Regenwaldschutz weltweit koordinieren Boykott/Sondersteuer von Importprodukten aus Tropenwälder / wie Soja-Produkte, Teakholz oder Palmöl
  29. Bundes- und Landesregierungen auffordern, Beteiligungen an Unternehmen in der Kohlenstoffbranche zu verkaufen( Beispiel RWE) und keine neuen Beteiligungen mehr einzugehen (Deinvestment)
  30. Neufassung der bisherigen gesetzlichen Vorgaben von Ausgleichsmaßnahmen bei Neubaumaßnahmen durch "Ökopunkte". Umfassendes Monitoring einführen und Strafkatalog erheblich verschärfen
  31. Verbotswerbung im öffentlichen Raum und stärkere Werberegulierung für klimazerstörende Produkte, wie SUV, Kreuzfahrten, Urlaubsflüge von Werbung in Medien, insb. Fernsehen und Social Media
  32. In der Außenwerbung mit Plakaten, Werbeblättchen, Fernseh- und Radiospots oder online dürfen für Lebensmittel keine Preise mehr genannt werden. Nur in den Geschäften dürfen Preise auf Schilder und an den Regalen ausgezeichnet werden
  33. für Reparaturleistungen reduzierter Mehrwertsteuersatz einführen, damit die Produktion von langlebigen und reparablen Produkten garantiert wird
  34. Stärkung von Reparaturmöglichkeiten, indem Unternehmen in die Garantie-Pflicht genommen werden, wie bspw. Kostenlose Garantieerweiterungen und Ersatzteile anzubieten
  35. Obsoleszenz, der eingebaute Verschleiß, wird verboten. Wer vorsätzlich minderwertige Teile für vorzeitigen Funktionsausfall einbaut, wird bestraft
  36. Verbot von Lebensmittelvernichtung, welche noch genießbar sind

Technische Maßnahmen:

dezentrale Energieversorgung wird nicht nur durch Photovoltaik mit gleichzeitigen Stromspeichereinheiten gedeckt. Weitere erneuerbare Systeme sind:

  1. doppelseitig nutzbare Photovoltaikmodule (bifaziale Module)
  2. Kleinwindkraftanlagen
  3. Solarthermie
  4. Wärmepumpe
  5. Energie-Transporte über Stromleitungen, dem Gasnetz oder über die Schiene (Wärme / Biogas wie Wasserstoff)
  6. (Fließ)-Wasserkraft/ Fließwasserturbinen
  7. Biogas, u.a. Wasserstoff, u.a. durch eine Wasserstofffabrik
  8. elektronische Steuerungen zur Nutzung von leichten Verschattungen
  9. entsprechend geeignete Strom- und Wärmespeicher in allen Erzeugung- und Verteilungsebenen

Begleitet von Effizienzkampagnen gilt der Grundsatz: jede nicht verbrauchte kWh und jedes Gramm vermiedener CO2-Emissionen sind klimaschutzwirksam.


Wie kann die Umsetzung aussehen?

dezentrale Energieversorgung wird nicht nur durch Photovoltaik gedeckt. Auch Kleinwindkraftanlagen, Solarthermie, (Fließ)-Wasserkraft, Biogas, u.a. Wasserstoff und entsprechend geeignete Strom- und Wärmespeicher sind die Säulen einer dezentralen Energieversorgung. Auch Effizienzkampagnen dienen dem Grundsatz: jede nicht verbrauchte kWh ist klimaschutzwirksam.


Wie wird damit dem Klimawandel entgegen gewirkt?

Energieproduktion vor Ort, daraus generierte Einnahmen sowie Information/Energieaustausch der Endenergieverbraucher/innen sind die Eckpfeiler der erneuerbaren und dezentralen → Energiewende. Jede Maßnahme / Entscheidung in allen Parlamenten, den Unternehmen und Verbänden muss immer mit dem Hauptziel „Erreichung vom 1,5 Grad-Ziel“ gemäß dem Pariser Klimaschutzabkommen vereinbar sein. Hierbei muss zwingend auf die Empfehlungen und Erkenntnisse der Wissenschaft Rücksicht genommen werden.


Welche anderen Effekte hat die Maßnahme?

 

Im Sommer wird der Sonnenenergieüberschuss in Speichereinheiten wie Wasserstoff / Methan für die Wintermonate gespeichert. Wie unsere Vorfahren legen wir im Sommer Wintervorräte (hier Energie) an.

Damit ist die leidige Diskussion nach erneuerbaren Energien im Winter beendet. Dies ist sowohl technisch als auch wirtschaftlich realisierbar, da die bisherigen Energiequellen Kohle, Öl und Erdgas wegen der neuen CO2-Besteuerung drastisch steigen werden.

Die gesamte Branche hat Techniken für Speicherung, Erzeugung, Transport und Umwandlung mit Pilotprojekten fertig und kann u. a. durch die EEG-Doppelbelastung aktuell nicht aus wirtschaftlichen Gründen umgesetzt werden.

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Wie schnell kann die Maßnahme umgesetzt werden?

Die Blockade der Bundesregierung muss und kann sofort beendet werde. Aber auch Behörden, Kommunen, Kreise, Landräte und private Initiativen können → dezentral aktiv werden, u. a. durch alternative Finanzierungsoptionen bisher gestoppte Projekte fördern.


Wie lang dauert es, bis die Maßnahme Wirkung zeigt?

Die Konjunktur wird sehr schnell Fahrt aufnehmen und eine kaum vorstellbare positive Eigendynamik entwickeln. Sowohl die Wertschöpfungskette in den Energiezellen, als auch → Produzenten / Dienstleistungsanbieter profitieren genauso von der → dezentralen → Energiewende wie alle EndenergienutzerInnen.


Bezüge zu anderen Maßnahmen

Besonders die Kopplung der Maßnahmen aus Strom, Wärme und Mobilität (CO2-Förderung im Gebäudebestand, Hybridanlagen von Solarstrom und Solarthermie (in einem Modul) oder Ökostrom laden durch eigene Photovoltaik/Kleinwindanlagen.


Probleme sozialer, globaler oder Generationengerechtigkeit

Ein Gerechtigkeitsproblem muss dringend geklärt werden. Stromkunden bezahlen über ihre Rechnungen auch die Gewinne von Unternehmen, die von der EEG-Umlage befreit wurden. Diese Ungerechtigkeit muss durch Schlupflochschließung sofort gelöst werden. Die Befreiungskriterien müssen neu justiert werden und nicht gerechtfertigte Befreiungen werden zurückgenommen.Energiearmut besonders im Strombereich darf nicht länger nur ein Problem der Betroffenen Personen sein. Wir müssen die sozialen Elemente stärken.Dazu gehört bei einer CO2-Steuer die (komplette?) und anrechnungsfreie Rückzahlung der CO2-Steuer mit einer festzusetzenden Summe (100 Euro oder mehr?). Auch die Einführung von Mindestbudget beim Strom ist zwingend notwendig, zumal die Hauptkosten bei der Heizung bei Hartz IV-Bezieher ohnehin schon vom Staat übernommen wird.


Weiterführende Literatur, Quellen

Umfangreichere Literatur, die hier nicht komplett wiedergegeben werden kann, aber vielleicht als Grundlage für die Maßnahme gedient hat, oder anderweitig von Interesse ist.
 

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