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Einfuhrstopp für Futtermittel

Was ist das Problem?

Rund ein Drittel der in Deutschland verfütterten landwirtschaftlichen Produkte werden importiert (BMEL1). Eine Hauptrolle spielen dabei Hülsenfruchtimporte: Allein die Regenwaldzerstörung aufgrund von importiertem Soja führt laut GLEAM2 zu Emissionen im Umfang von knapp 16 Millionen Tonnen CO2e, das sind knapp 20% der deutschen Emissionen aus der Tierproduktion.
Außerdem treiben deutsche Futtermittelimporte von essbaren Früchten (wie Gerste, Mais, Palmkerne, Raps) und Fischereiprodukten die Weltmarktpreise in die Höhe, zu Lasten des ärmeren Teils der Weltbevölkerung und mit der Folge von Hunger und Unterernährung.


Was ist die Maßnahme?

Die Beendigung der Futtermittelimporte muss beim Rückbau der Tierproduktion (siehe Selbstverpflichtung zum Rückbau von Tierproduktion) den ersten Schritt darstellen und so schnell wie möglich im Zeitraum weniger Jahre erfolgen.


Wie kann die Umsetzung aussehen?

Betroffene Freihandelsabkommen sind zu kündigen, konsensual nachzuverhandeln oder zeitweise zu ignorieren. Der Einfuhrstopp kann per Gesetz erlassen werden. Durch die Maßnahme betroffene kleine Betriebe sollten die zur Konversion erforderlichen Mittel erhalten, siehe dazu auch Klima- und Naturschutz als Teil des Berufsbildes für Landwirt*innen.


Wie wird damit dem Klimawandel entgegen gewirkt?

Selbst wenn die Futtermittel durch inländische Produkte ersetzt würden, könnten die genannten 16 Millionen Tonnen CO2e direkt eingespart werden. Falls, wie zu erwarten, der Einfuhrstopp mit einem Rückgang der Tierproduktion einhergeht, ergeben sich die Einsparungen aus den Kenndaten für Tierproduktion (siehe Selbstverpflichtung zum Rückbau von Tierproduktion).


Welche anderen Effekte hat die Maßnahme?

Reduzierung der Expansion von Flächen für Sojamonokulturen und somit Schutz der tropischen Regenwälder und Erhalt der Lebensräume der indigenen Bevölkerung, Einsparung fossiler Rohstoffe für den Transport von Futtermitteln über Kontinentgrenzen hinweg.


Weiterführende Literatur, Quellen



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