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Energiewende-Zentrum

Was ist das Problem?

Besonders für Hausbesitzer*innen stellen sich viele Fragen rund um ernergetische Sanierungen. Energieberatungen sind aber oft einseitig auf klassische Einsparmaßnahmen ausgerichtet. Erneuerbare Energien kommen, wenn überhaupt, nur in zusätzlicher Warmwasserversorgung durch Solarthermie vor. Kombinationsanlagen wie Photovoltaik/Speicher und erneuerbare Heizungssysteme inklusive Wärmespeicher und Steuerung kommen in den Beratungen praktisch nicht vor. Statt dessen wird Dämmung als primäre Einsparmaßnahme fälschlicherweise propagiert.
Stiftung Warentest hat zudem in einem Energieberatungstest festgestellt, dass die getesteten Energieberater*innen meist unqualifiziert sind, nur am Verkauf einer bestimmen Ware (Dämmung, Brennwerttechnik usw.) interessiert sind, oft unorganisiert und in jedem Fall zu teuer sind.
In der Bevölkerung sind z.B. erneuerbare Heizungen und deren Kosten- und CO2-Einsparpotential kaum bekannt. Ebenfalls Informationsdefizite haben zahlreiche Energieberater*innen, kommunale und gewerbliche Klimaschutzbeauftragte und Handwerksbetriebe, obwohl fast alle aufgeschlossen und positiv gegenüber erneuerbaren Energien und Klimaschutz eingestellt sind. Einzig eine zentrale und neutrale Anlaufstelle fehlt.


Was ist die Maßnahme?

Einrichtung von neutralen und gemeinnützigen Energie-Wende-Zentren.


Wie kann die Umsetzung aussehen?

Ein EWZ deckt die hohe Nachfrage rund um erneuerbare Energien für private, kommunale, öffentliche, soziale, religiöse und gewerbliche Energienutzer*innen. Es arbeitet in einer gemeinnützigen Rechtsform (Verein, gGmbH, Genossenschaft). Somit wird vermieden, dass ein EWZ sich nach Gewinnen orientiert, statt die beste / neutralste Lösung anzubieten.
Schwerpunkte vom EWZ sind:

a) Aufbau, Betrieb, Führungen und Vortragsangebote von erneuerbaren Energien in den Bereichen:

  • Photovoltaik mit Konzentrator-/Anti-Blend-Technik mit Speichertechniken – inkl. Steuerung
  • kombinierte PV/Speicher-Wärmehybridsysteme
  • Wärmepumpeneinsatz - ohne Gasbrenner für den Wintereinsatz
  • Hochvakuum-Solarthermie u.a. als Zusatz für Prozesswärmedeckung
  • Ersatz für Nachtspeicheröfen
  • Alternativen für Heizungen auf Basis nichtfossiler Brennstoffe
  • Wärmedämmputz
  • vertikale Kleinwindanlagen
  • Elektromobilität


b) Informationsweitergabe über Grundlagen der wichtigsten Techniken/Dienstleistungen

  • Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen pro Energiesystem
  • Geschichte der Energieerzeugung und Verteilung
  • erfolgreiche Anlagen-Förderungen
  • neue Finanzierungsmöglichkeiten, beispielsweise Crowdfunding oder Contracting
  • aktuelle gesellschaftliche, soziale und politische Entwicklungen
  • breite Informationsweitergabe vor Ort
  • Liegenschaftsverwalter, Hausmeister oder Immobilienunternehmen erhalten wertvolle Informationen, besonders in Kosten- und Wirtschaftlichkeitsfragen


c) Neustrukturierung gewerblicher und kommunaler Energieberatungen

d) Vernetzung Förderprogramme kommunaler / gemeinnütziger Stiftungen / Energieeinsparkampagnen wie "10.000 Häuser", Programme von verschiedenen Kommunen oder die Kampagne: "Haus sanieren – profitieren" der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)

e) Schulungen, Vorträge und Weiterbildung für Energieberater*innen / Handwerker*innen

f) Schulungen, Vorträge und Wissensvermittlung für nicht gewerbliche Mitarbeiter*innen in den Kommunen, Energie-Genossenschaften, Umweltverbänden und Liegenschaftsverwaltungen.

Das EWZ wird somit eine Mischung aus Verbraucher*innenberatungsstelle, Finanzberatung und Ausbildungsstelle wie beispielsweise die Berufliche Schule Butzbach (Hessen). Die neutrale und zentrale Anlaufstelle für alle Bereiche der → Energiewende gibt Informationen an Energienutzer*innen weiter. An einem lokalen Standort können neue Techniken auch angesehen und angefasst werden können.


Wie wird damit dem Klimawandel entgegengewirkt?

Falsche und überteuerte Energieberatung wird vermieden. Es werden keine CO2-Einsparpotentiale verschwendet.


Welche anderen Effekte hat die Maßnahme?

Durch die Aus- und Weiterbildung von Handwerker*innen, der Einbindung lokaler Unternehmen (inklusive dem lokalen Energieversorgungsunternehmen) bleibt die Wertschöpfungskette in der Region bzw. in der Energiezelle.


Weiterführende Literatur, Quellen

Energiefachbuch: Optimal Energie Sparen beim Bauen, Sanieren und Wohnen

Stand der Übersetzung

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