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Grüne Permakultur auf kleinstem Raum


Was ist das Problem?

Durch flächenmäßig ineffiziente Nahrungsmittelproduktion und die Einfuhr von Lebens- bzw Futtermitteln von weit her, entstehen große Mengen → Treibhausgase.


Was ist die Maßnahme?

Permakultur auch auf kleinstem Raum einsetzen.


Wie kann die Umsetzung aussehen?

In der Permakultur werden Elemente bewusst kombiniert. Menschen fangen an auf kleinen Flächen permakulturell zu gärtnern, ob ein Stück Boden bearbeitet wird, ein Hochbeet, Kübel, Kästen oder ähnliches, ist dabei frei wählbar. Je kleiner die Behälter, desto mehr Beachtung gilt allerdings der Erdfeuchtigkeit.

1. Wenig Pflegeaufwand auf 1 m² Fläche:

Im Herbst einen Obststrauch pflanzen und die restliche Fläche 20 cm hoch locker mit Heu als Mulchmaterial (oder anderen vorhandenen organischen Stoffen) bedecken, den Stamm frei lassen.

Ernte: einmal pro Jahr

Pflegearbeiten: Einmal jeden Herbst 20 cm hoch Heumulch auftragen und ggf. Rückschnitt. Bei Kübelpflanzen muss regelmäßig auf die Bewässerung geachtet werden.

2. Etwas mehr Pflegeaufwand auf 1 m² Fläche:

Im Frühling Kräuter anpflanzen. Hierbei ist es wichtig auf die Standortbedingungen der gewünschten Kräuter zu achten.

Ernte: von Frühling bis Herbst.

Pflegearbeiten: flach mehrmals in der Saison mulchen (den Boden stets bedeckt halten) und ggf. Rückschnitt. Als Mulchmaterial können Reste der Kräuterpflanzen vom Rückschnitt oder aus der Küche genutzt werden.

3. Mehr Pflegeaufwand auf 1 m² Fläche:

Im Frühling Gemüse anpflanzen und aussäen. Hierbei ist es wichtig auf die Standortbedingungen, den Platzbedarf und mögliche Fruchtfolge der gewünschten Gemüsesorten zu achten. Mit z.B. dreimal 1m² kann die Fruchtfolge und der Einsatz von Gründüngung leicht umgesetzt werden.

Ernte: ab dem Frühsommer je nach Sorten bis in den Winter.

Pflegearbeiten: flach mehrmals in der Saison mulchen (den Boden stets bedeckt halten), nachsäen nach Wunsch. Als Mulchmaterial können Reste der Gemüsepflanzen oder aus der Küche genutzt werden (gesäte Streifen frei lassen) oder z.B. bei Zucchini im Herbst vorher 80 cm hoch Heumulch auf die gesamte Fläche.

Heumulch: Wenn eine kleine Grünfläche vorhanden ist, kann er selbst produziert werden. Alternativ kann bei einem Landwirt des Vertrauens nachgefragt werden. Es funktionieren sonst auch Stroh mit Kompost oder Mist gemischt oder Laub bzw. Hackschnitzel. Es geht darum vorhandene Ressourcen zu verwenden.


Wie wird damit dem Klimawandel entgegen gewirkt?

  • Keine Transportwege und keine Verpackung für selbstangebaute Früchte
  • Speicherung von CO2 durch Wurzelmasse und Verhindern von Bodenerosion


Welche anderen Effekte hat die Maßnahme?

Durch den Heumulch
  • entsteht Lebensraum und Nahrung für Bodenlebewesen und Insekten.
  • wird CO2 gespeichert.
  • hält sich ein feuchtes Bodenklima auch in trockenen Jahreszeiten.

Durch den Obststrauch
  • entsteht Wurzelmasse, die Bodenerosion verhindert.
  • entsteht Lebensraum und Nahrung für Insekten.
  • werden Lebensmittel für Dich oder andere Menschen hergestellt, die Du damit beschenken möchtest, oder Insekten und Vögeln dienen.

Durch verschiedene Kräuter und verschiedene Gemüsesorten:
  • Vielfalt und Frische auf Deinem Speiseplan
  • Vielfalt und dadurch Lebensraum und Nahrung für Insekten


Probleme sozialer, globaler oder Generationengerechtigkeit

Es ist notwendig Zugang zu Landflächen zu haben, auch wenn diese nur sehr klein sind, was tendenziell nur bessergestellten Teilen der Gesellschaft vergönnt ist.


Weiterführende Literatur, Quellen


  • 1. Kleber, Kleber (1999): Gärtnern im Biotop mit Mensch: das praktische Biogarten-Handbuch für zukunftsfähiges Leben. OLV, Organischer Landbau-Verlag 
  • 2. GreenFriends: Get Growing - Lerne orgahes Gemüse leicht und erfolgreich anzubauen (Deutsche Ausgabe). Greenfriends-Irland 
  • 3. Gampe (2016): Permakultur im Hausgarten - Handbuch zur Planung und Gestaltung mit vielen Beispielen. Ökobuch 


Weiterbildungsempfehlung:

 

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