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Vorwort zur ersten Auflage

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Zwischenstand und Einladung zum Weiterschreiben

Die vorliegende erste Auflage des Klimaplan von unten wurde am 3. März 2020 von der Kampagne gerechte1komma5 veröffentlicht. Alle hier erscheinenden Maßnahmen wurden von zahlreichen Autor*innen auf einer offenen digitalen Schreibplattform („Wiki“) und in Schreibwerkstätten zusammengetragen. Diese Auflage bildet lediglich einen Arbeitsstand des Projektes ab. In dem Maßnahmenkatalog sind sowohl bereits ausführlich diskutierte und bearbeitete Maßnahmen als auch Punkte enthalten, die noch viel Aufmerksamkeit benötigen.

Die Darstellung des derzeitigen Projektstandes mit seinen zahlreichen inhaltlichen Lücken ist ein Aufruf, sich an der weiteren Entwicklung des Klimaplans zu beteiligen. Das Wiki als Grundlage für den offenen, gemeinschaftlichen Schreibprozess wird weiterhin bestehen bleiben. Wir laden ausdrücklich dazu ein, diese Plattform zu nutzen, die bereits bestehenden Maßnahmen zu diskutieren, zu kommentieren, sowie neue Ideen und Maßnahmen zu ergänzen. Der Klimaplan von unten lebt von der Beteiligung der Menschen an der Schreibplattform, vom dort stattfindenden Austausch und vom Einbringen neuer Maßnahmen. Geplant sind außerdem auch die Veröffentlichungen von weiteren Auflagen des Klimaplans.

Kerngedanke der Kampagne ist es, in einem kollektiven, basisdemokratischen Schreibprozess Maßnahmen zu sammeln, die zu mehr Klimagerechtigkeit und – als notwendiger Voraussetzung dafür – zu einer Einhaltung des 1,5-Grad-Zieles führen. Dabei konzentrieren sich die Maßnahmentexte auf Ideen, die innerhalb der Bundesrepublik Deutschland (aber nicht in erster Linie durch die Bundesregierung) umsetzbar sind. Zusätzlich zu diesem inhaltlichen Aspekt der Veröffentlichung ist es auch ein Anliegen dieser Auflage, sowohl das Vorgehen und die Motivation hinter dem Klimaplan als auch die Problematiken, auf die die Kampagne in ihrem bisherigen Werdegang stieß, transparent zu machen. Im Nachwort dieser Auflage befindet sich daher eine Reflexion über den
bisherigen Entstehungsprozess des Klimaplan von unten.

Die Kampagne hat den Anspruch, vor der Veröffentlichung alle Vorschläge anhand von wissenschaftlichen Aspekten auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen. Außerdem ist es ein wichtiges Anliegen, besonders die Perspektive von stark betroffenen Menschen, mit Blick auf (globale) Gerechtigkeit, einzubinden. Schließlich wird mit dem Ziel möglichst wenig Barrieren für das Verständnis aufzubauen - soweit das ohne Verkürzung des Inhaltes machbar ist - eine möglichst einfache Sprache gewählt.


Grundsätze

Die im Klimaplan von unten gesammelten Maßnahmen, der Schreibprozess und jede Zusammenarbeit hat sich in der ersten Auflage an folgenden Grundsätzen orientiert:

  • Die Erderwärmung muss unter 1,5°C begrenzt werden.
  • Wir wollen und müssen soziale und globale Gerechtigkeit berücksichtigen. Das heißt einen gerechten Umgang mit den Ursachen und Folgen des Klimawandels finden.
  • Es wird keine Bühne für Scheinlösungen und Greenwashing geboten.
  • Perspektiven von besonders Betroffenen haben besonderes Gewicht.
  • Wir organisieren uns emanzipatorisch und solidarisch. Wir wollen Hierarchien reflektieren und abbauen, Diskriminierung überwinden und zugleich empathisch, fehlertolerant und lernbereit sein.
  • Wir arbeiten transparent.
  • Wir wollen uns nicht von politischen Parteien vereinnahmen lassen und ihnen keine Bühne bieten.



Markierung der Maßnahmen

Da die erste Auflage einen Arbeitsstand widerspiegeln soll, werden alle Textbeiträge unabhängig von ihrem Arbeitsstand eröffentlicht. Zur besseren Übersichtlichkeit gibt es mehrere Kennzeichnungen:

Grau geschriebene Überschriften markieren bislang unfertige Entwürfe, möglicherweise auch nur Vorschläge für Überschriften von Maßnahmen. Diese haben keinerlei redaktionelle Nachbearbeitung erfahren.

Schwarz geschriebene Überschriften kennzeichnen Maßnahmen, die inhaltlich vollständig genug erschienen, um sie einem Feinschliff zu unterziehen. Das bedeutet, dass zumindest Fehler in Rechtschreibung und Satzbau korrigiert wurden und versucht wurde, die Formulierungen möglichst diskriminierungsarm zu gestalten.

Weitere Markierungen zeigen z.B. fehlende Übersetzungen oder fehlendes (wissenschaftliches) Review.

Stand der Übersetzung

Eingehend:

Ausgehend:

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